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Wege zur Mobilisierung von Websites

19.05.2015
Ob ein Unternehmen seine Website für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimieren sollte oder nicht, ist heute keine Frage mehr. Allerspätestens seit Google den Algorithmus seiner mobilen Suche geändert hat, ist klar: Wer seinen Content nicht gezielt für Smartphones und Tablets aufbereitet, wird über diese Geräte auch nicht mehr unter den ersten Suchergebnissen gefunden. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen das Internet vorrangig mobil nutzen, wäre das ein Wettbewerbsnachteil, der kaum zu verkraften ist.

Offen ist dagegen die Frage, wie Unternehmen die Mobilisierung ihrer Webseiten am besten angehen. Grundsätzlich stehen ihnen dazu zwei grundlegend unterschiedliche Ansätze zur Verfügung: eine Website mit responsivem Design, welches auf die Anforderungen und Eigenschaften des anzeigenden Geräts reagiert, oder eine explizite Mobilversion der Website.

Wir erläutern die Unterschiede der beiden Varianten und fassen ihre Pros und Contras zusammen.

Responsive Web Design: Bei diesem Ansatz gibt es die Website nur einmal, sie wird aber so gestaltet, dass sich ihre Inhalte automatisch an die Formate der Endgeräte anpassen können, von denen aus sie aufgerufen werden. Bilder beispielsweise werden für die Anzeige auf einem Smartphone automatisch heruntergerechnet, die Elemente einer Seite neu angeordnet oder speziell für Smartphones vordefinierte Varianten für die Navigation verwendet. Der zentrale Vorteil dieses Ansatzes: Da es für sämtliche Endgeräte – egal, ob stationär oder mobil – nur eine Website gibt, müssen nicht verschiedene Versionen gepflegt werden. Der Nachteil: Einer bereits bestehenden Website nachträglich ein responsives Design zu verpassen, ist meist mit hohem Aufwand verbunden, da sie neu konzeptioniert werden muss und große Änderungen an ihrem Grundgerüst erforderlich sind, ein kompletter Relaunch ist dann fällig.

Mobile Website: Bei diesem Ansatz existiert die Website zweimal; einmal in einer Version für Desktop-PCs und einmal in einer Extra-Variante für Mobilgeräte. Diese läuft unter einer eigenen URL – zum Beispiel einer Subdomain wie mobil.beispiel.de –, auf die Nutzer von Mobilgeräten automatisch umgeleitet werden. Für diesen Ansatz spricht die Tatsache, dass eine separate Mobilversion komplett unabhängig von der Desktop-Variante konzipiert sowie erstellt und damit optimal an die mobilen Nutzungsszenarien angepasst werden kann. Da sie eine Parallelexistenz führt, lässt sie sich außerdem jederzeit nachträglich zu einer bestehenden stationären Website hinzufügen. Die Kehrseite der Medaille: Da zwei Versionen bestehen, müssen auch zwei Versionen gepflegt werden, was im Vergleich zum Responsive Web Design einen höheren Aufwand bedeutet.

Welche Variante für ein Unternehmen am besten geeignet ist, hängt sehr stark von der individuellen Situation ab. Muss es schnell gehen, spricht einiges für eine dedizierte Mobilversion. Am Markt gibt es spezielle Lösungen, wie zum Beispiel goMobi von Verio, mit denen sich eine solche Version einfach und unkompliziert aus einer bestehenden Website ableiten lässt. Plant ein Unternehmen aber ohnehin einen Relaunch seines Internetauftritts, könnte das die ideale Gelegenheit sein, ein Responsive Web Design zu realisieren. Internet-Händlern beispielsweise stehen dazu Shop-Lösungen zur Verfügung, die die Optimierung für mobile Endgeräte bereits perfekt integriert mitbringen.